Zeitlose SMS in webOS 2.2.4

Bereits wenige Monate nach Veröffentlichung des HP Veer begann im September 2011 der große Räumungsverkauf, mit dem ja bekanntlich das Ende von webOS eingeläutet wurde. Offizielles Betriebssystem für den HP Veer war zu dieser Zeit webOS 2.1.2, jedoch war webOS 2.2.4 bereits in Vorbereitung und wurde von der webOS-Community soweit zurechtgebogen, dass es mit einigen Patches stabil auf dem HP Veer läuft.

An einem Punkt war es für mich jedoch bislang schmerzlich spürbar, dass die Arbeiten kurz vor Abschluss in unfertigem Zustand eingestellt worden sind: Die SMS haben keinen Zeitstempel. Lediglich eine gruppierende Überschrift lässt erkennen, aus welcher Woche oder aus welchem Monat die SMS ist. Für dieses Problem ist in Preware ein Patch verfügbar, der einen Zeitstempel in allen Nachrichten anzeigt – allerdings ist das der Zeitstempel des Eingangs auf dem Gerät. Mich interessiert aber mehr, wann eine Nachricht gesendet wurde!

Da zudem ein weiterer Patch namens Character Counter auf meinem HP Veer nicht richtig funktioniert und zudem die Zahl der Zeichen für mich zu klein angezeigt wird, habe ich mich entschieden, einen Patch zu basteln, der sowohl die beiden vorigen Patche beinhaltet und auch noch Ctrl and Enter for New Line einschließt. Zudem sollte mein Patch zusätzlich noch die Sendezeit anzeigen, falls diese mehr als 5 Minuten von der Eingangszeit abweicht.

Erfreulicherweise lassen sich solche Dinge mit etwas Hirnschmalz und Investition von Zeit in der Regel realisieren. Das Ergebnis für Geräte mit deutscher Spracheinstellung finden sie in den nachfolgenden Screenshots.

Screenshots

Download

Nachfolgende Archivdatei enthält eine patch-Datei, die mit angeschaltetem “Developer Mode” installiert werden kann.
Ich habe den Patch für meine webOS-Geräte nach bestem Wissen entwickelt und stelle sie gerne öffentlich zur Verfügung. Schäden an Hard- und Software der webOS-Gerätes sind bei mir auch nach längerem Gebrauch in keiner Weise aufgetreten. Dennoch kann ich das nicht ausschließen und übernehme daher keine Haftung. Die Nutzung dieses Patches erfolgt daher auf eigenes Risiko und auf eigene Gefahr.

StefansMessagingPatch für webOS 2.2.4
MD5-Prüfsumme: 71e5e63cae1a7c1babf9d427545d4967
SHA1-Prüfsumme: 817647cfaa832202da9cd9d2f828ef5ce65f1293
(Benutzen Sie CompareChecksum, um die Prüfsummen zu kontrollieren)

Mein Palm kann sprechen?

Letzte Woche war ich mit dem Fahrrad unterwegs und wollte dabei über ein laufendes Spiel der Fußball Europameisterschaft informiert werden. Als webOS-Nutzer verwende ich hierzu meine eigene App Toooor. Mir wurde jedoch bereits bei Anpfiff des Spiels klar, dass meine App (und auch die anderer Anbieter) eine entscheidende Schwäche hat: Wenn das Smartphone gut in der Tasche verstaut und ein Blick auf das Display nicht möglich ist, dann reicht es nicht aus, wenn ein Torhinweis im Headset bimmelt. Man möchte ja wissen, für welche Mannschaft das Tor gefallen ist!

Die restliche Fahrt machte ich mir daher Gedanken, ob es möglich sein könnte, die Software anzuzapfen, die die Sprachmeldungen der Navigationssoftware Navit generiert. Wieder zu Hause angekommen machte ich mich sogleich ans Werk. Und siehe da – es geht tatsächlich. Man benötigt dazu allerdings die aktuellste Version aus dem alpha-Feed von Preware.

Sogleich habe ich meine App ausgebaut und in den letzten Tagen eifrig getestet. Jetzt kann man sich die Meldungen zu einem Spiel vorlesen lassen, so dass die Hände bequem und sicher am Lenker bleiben können.

Die neue Programmversion erhalten Sie in der App Gallery von webOS Nation oder bequem in der Preware App Ihres webOS Gerätes. Viel Spaß beim weiteren Turnierverlauf!

Merkurtransit – Ein Foto-Abenteuer

Am Montag habe ich mir extra freigenommen, um in Ruhe den Merkurtransit zu genießen und hoffentlich ein paar schöne Bilder machen zu können. Da ich bereits beim Venustransit fotografiert hatte, glaubte ich, gut vorbereitet zu sein und hatte deshalb nur einen Camcorder mit 25-fach Zoom und eine
Spiegelreflex mit 300 mm-Objektiv bereitgelegt. Zudem hatte ich natürlich noch Sonnenschutzfolie, die ich vor die Objektive halten konnte. Den 1. und 2. Kontakt des Merkurs habe ich dann auch mit diesen Geräten festgehalten. Das Ergebnis war jedoch enttäuschend: Der Merkur ist eben doch wesentlich kleiner als die Venus, so dass aufgrund von Überstrahlungen überhaupt nichts auf den Bildern zu sehen war.

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Media DB für webOS – Inoffizielle Kodi-Fernbedienung

Bereits vor knapp 2 Jahren hatte ich einige Wochen Arbeit in die Überarbeitung der webOS-App XBMC Remote gesteckt, um meinen Raspberry Pi auch ohne Bildschirm bedienen zu können. Diese war nämlich für XBMC 9.11 entwickelt worden und spätestens seit Version 13 (Gotham) nicht mehr lauffähig.
Bei der Nutzung der App störte es mich jedoch, dass es zum einen nicht möglich war, ohne Verbindung zum Raspberry Pi die Datenbank durchstöbern zu können. Entsprechend lange dauerte es dann auch jedes Mal, bis die komplette Musikdatenbank vom Raspberry Pi per W-LAN auf das webOS-Gerät übermittelt war. Nicht selten endete der lange Datenabruf auch nach mehreren Versuchen in einem Timeout, so dass gar nichts angezeigt wurde. Es sollte also eine bessere Lösung her.

Vor einigen Wochen hatte ich endlich den Einfall, die Kodi-Datenbanken ( – XBMC wurde zwischenzeitlich in Kodi umbenannt – ) direkt auf meine webOS-Geräte zu kopieren und diese per App auszulesen und zu benutzen.
Dadurch müssen zum einen wesentlich weniger Daten bei der Benutzung übertragen werden und zum anderen kann man die Datenbank auch „offline“ verwenden. Natürlich sind so die Daten nicht immer ganz brandaktuell, so dass man zwischendurch daran denken muss, die Datenbanken zu synchronisieren. Das geht entweder per USB-Kabel oder eleganter mit Kommandozeilenprogrammen über W-LAN z.B. während man Musik auf Kodi hört.

Screenshots

Erst die Arbeit …

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PasswordMaker für webOS

Etwa 1,5 Jahre hat mich bereits ein Artikel in der Zeitschrift c’t beschäftigt, der ein neues Konzept für den Umgang mit Passwörtern vorschlägt. Hierbei ging es darum, sich nur ein (gutes) Passwort zu merken und daraus „dynamisch“ für alle benutzen Dienste individuelle sichere Kennwörter zu generieren. Besonders reizvoll war für mich der Gedanke, damit auf verschiedenen Geräten korrekte Passwörter generieren zu können, ohne dass Passwörter in irgendeiner Art (z.B. in einer verschlüsselten Datenbank) dauerhaft auf dem Gerät gespeichert werden. Auch das Problem der Synchronisation auf mehrere Geräte entfällt damit, wenn bestimmte Routinen bei der Generierung der Passwörter eingehalten werden.

Die Hauptschwierigkeit bei der Umsetzung war für mich, dass es keine Software mit dieser Funktionalität gab, die auf allen meinen Geräten bzw. Betriebssystemen lauffähig ist. Das sind in meinem Fall Geräte mit Windows, Lubuntu, webOS und Android. Im Sommer letzten Jahres entdeckte ich dann das Projekt Passwordmaker, das meinen Programmier-Instinkt wieder neu geweckt hat.
Passwordmaker bietet nämlich zur Generierung der Passwörter eine fertige HTML-Seite mit implementiertem Javascript, die ohne Internetanbindung funktioniert. Somit läuft diese Lösung notfalls auch auf Geräten, für die es zwar keine App gibt, die aber zumindest eine HTML-Seite darstellen und Javascript ausführen können. Auch einfache Browser sind hierzu normalerweise in der Lage. Somit hat man hier schon in jedem Fall ohne weitere Maßnahmen eine zukunftssichere Lösung, die aber auf kleinen Displays ohne weiteres Zutun nur wenig Freude bereitet. Dies für webOS-Geräte zu ändern, war dann meine Aufgabe. „PasswordMaker für webOS“ weiterlesen

Reparatur eines HP TouchPads

Ende Januar, nach einem kurzen unspektakulären Transport im Auto, wollte mein HP TouchPad plötzlich keinen (akustischen) Mucks mehr von sich geben. Weder Spiele, Musik, Wecker noch Neustart der Dienste oder des gesamten Gerätes konnten dem guten Stück einen Mucks entlocken. Auch die zahlreichen Tipps in den einschlägigen webOS-Foren konnten das Problem an meinem TouchPad nicht lösen. Allerdings gab es einen Beitrag, in dem ein Nutzer meldete, dass er sein TouchPad durch Einsetzen eines herausgesprungenen Kabels repariert hatte.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Da ich bereits wusste, dass sich ein HP TouchPad nicht völlig zerstöringsfrei öffnen lässt und zudem ja gar nicht sicher war, ob bei mir ein Kabel verrutscht sein könnte, habe ich eine komplette Woche abgewartet, ob der Ton nicht einfach wieder von selbst anspringt – leider vergeblich. Und so nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und ging das Risiko ein, zum Schluss ein sichtbar aufgebrochenes TouchPad ohne Ton zu haben.

Elektronische Bauteile in einem geöffneten HP TouchPad
Das elektronische Innenleben eines HP TouchPads

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Der Herznebel

Im Newsletter „Heute am Himmel“ hat das Portal astronomie.info am 8. November 2015 ein wunderschönes Amateurfoto des Herznebels abgebildet.

Beim Betrachten dieses Bildes musste ich natürlich sofort an das „Vaterherz“ Gottes denken. Gleichzeitig habe ich mich gefragt, ob so ein Herz zufällig entsteht oder ob Gott den Menschen unserer Zeit einfach seine Liebe mitteilen möchte. In der Bibel fand ich dazu folgende Antwort:

Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre
(1. Mose 14,1)

Da ich zwischenzeitlich bereits von zahlreichen Bekannten zu Hintergründen des Herznebel-Bildes befragt wurde, habe ich ein Skript für Stellarium erstellt, mit dem man eine kleine Reise zum Herznebel unternehmen kann.
Entpacken Sie hierzu einfach das nachfolgende zip-Archiv in den Stellarium-Ordner „C:\Benutzer\MeinBenutzerName\AppData\Roaming\Stellarium\scripts\“ (Windows 7) bzw. „/home/MeinBenutzerName/.stellarium/scripts/“ (Linux).
Wer kein Stellarium nutzen möchte, kann sich ein Video im mp4-Format herunterladen und ansehen.

Viel Spaß damit 😉

Download

Skript-Dateien für Stellarium
MD5-Prüfsumme: 8863147ac4dad424bb60ad535490d504
SHA1-Prüfsumme: 3b4b63a0a3744b194fe82dbe308e451634066983
(Benutzen Sie CompareChecksum, um die Prüfsummen zu kontrollieren)

Herznebel-Video
MD5-Prüfsumme: 5f2508ec0fe2248f74aebd6736430aaf
SHA1-Prüfsumme: a0e38d9204ceeac902fc644c31d4b2d20333b18a
(Benutzen Sie CompareChecksum, um die Prüfsummen zu kontrollieren)

Losungen 2016 für PalmOS und webOS

Im Moment laufen die Arbeiten an einem Update für das Jahr 2016.
Mich würde wirklich brennend interessieren, ob es noch Benutzer von PalmOS-Geräten gibt, die ein Losungsmodul benötigen. Falls hier kein Bedarf mehr besteht, wäre es wohl an der Zeit, nach inzwischen 9 Jahren (echt?) dieses Format einzustellen.

Update 1.01.2016

Die Daten für die Losungen sind zwischenzeitlich zusammengestellt. Bedingt durch Feiertage/Urlaub kann es dennoch einige Tage dauern, bis die Losungen in den jeweiligen Portalen zur Verfügung stehen.

Update 4.01.2016

Inzwischen wird das Update auf den ersten Plattformen ausgerollt (siehe obige Linkliste). Benutzer von PalmOS sollten sich auf der Palm-Seite von Volkers Homepage umschauen 😉

Eigener Avatar in WordPress (ohne Gravatar oder Plugin)

WordPress bietet diverse Möglichkeiten, in Diskussionen Avatare anzuzeigen. Diese findet man im Admin-Konto unter Einstellungen -> Diskussionen -> Avatare. In der Regel wird entweder ein einheilicher Avatar oder ein zufällig generierter Avatar angezeigt. Um einen individuellen Avatar anzeigen zu lassen, benötigt man ein Gravatar-Konto, in dem man einen global gültigen Avatar hinterlegt. Somit wird in jedem Blog, in dem man einen Kommentar hinterlässt, der gleiche individuelle Avatar angezeigt. Natürlich mit dem Preis der Rückverfolgbarkeit, auf welchen Blogs man sich so rumtreibt. Nachfolgend daher eine Beschreibung, wie man das im eigenen Blog ohne Gravatar oder Plugin hinbekommt. „Eigener Avatar in WordPress (ohne Gravatar oder Plugin)“ weiterlesen

Privatfernsehen: Wir lieben es, dich zu nerven

Das Motto der Privatsender sollte eigentlich „We love to bother you“ lauten. Einen Spielfilm bei den Privaten zu schauen, macht derzeit so viel Spaß, wie ein Kinobesuch, bei dem der Vordermann Chipstüte und Handy benutzt und sich mehrmals zwecks Toilettenbesuch durch die Reihen schlängelt. An die Werbeunterbrechungen konnte man sich ja gewöhnen, indem man Filme einfach zeitversetzt mit herausgeschnittener Werbung angeschaut hat. Inzwischen verkommt der eigentliche Film offensichtlich aus Sicht des Senders immer mehr zum störenden Objekt, das es zu bedecken gilt. Das kann dann schon Mal (in relativ gemäßigter Variante) so aussehen:

Filmbild mit Werbung
Wer will schon den Film sehen…

Bleibt nur die Hoffnung, dass man solche seltsamen Geschichten irgendwann seinen Enkeln erzählen kann – als skurrile Epoche der Fernsehgeschichte. So wie damals die Nationalhymne und das Testbild bei Sendeschluss nach Mitternacht.

Wie gut, dass es noch die dritten Programme gibt. Da kommen Filme teilweise sogar noch mit Abspann!