Explicit Content

In den letzten Wochen ist mir besonders aufgefallen, dass der eine oder andere Song, der da so fröhlich aus dem Radio trällert, mit ziemlich heftigem Vokabular daherkommt.
Ich habe mir daher die Mühe gemacht, die aktuellen Top 10 der deutschen Singlecharts unter die Lupe zu nehmen. Dabei wollte ich wissen, ob es Singleveröffentlichungen gibt, die bei einem führenden Internethändler mit „Explicit“ gekennzeichnet sind.
Das Ergebnis: Vier (!!!) der zehn bestverkauften Lieder sind in einer Version mit einem solchen Warnlabel ausgestattet: Snoop Dogg, Rihanna, Chris Brown und Katy Perry.

Als besonderes Beispiel sei hier Pink (Platz 29) genannt, die selbst hier im öffentlich rechtlichen Rundfunk mit einem auf dem Cover ausgesternten Wort singen darf. Auf MTV läuft dagegen das gleiche Lied ohne dieses Wort – und das ohne dass man irgendetwas vermissen würde.
Die Frage ist daher: Warum benötigen so viele Künstler ausfällige und für Kinder (und aus meiner Sicht auch für Erwachsene) nicht geeignete Texte?

Meine Botschaft an die Musikindustrie und an die Künstler lautet: Behaltet Eure anstößigen Texte bitte für Euch!
Und an die Radiostationen: Wenn die Musikschaffenden es schon nicht auf die Reihe bekommen, Texte zu produzieren, die auch für Kinder und Jugendliche geeignet sind, dann spielt die Titel auch nicht zu einer Zeit, in der Kinder und Jugendliche Radio hören.

So einfach ist das…

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