Privatfernsehen: Wir lieben es, dich zu nerven

Das Motto der Privatsender sollte eigentlich „We love to bother you“ lauten. Einen Spielfilm bei den Privaten zu schauen, macht derzeit so viel Spaß, wie ein Kinobesuch, bei dem der Vordermann Chipstüte und Handy benutzt und sich mehrmals zwecks Toilettenbesuch durch die Reihen schlängelt. An die Werbeunterbrechungen konnte man sich ja gewöhnen, indem man Filme einfach zeitversetzt mit herausgeschnittener Werbung angeschaut hat. Inzwischen verkommt der eigentliche Film offensichtlich aus Sicht des Senders immer mehr zum störenden Objekt, das es zu bedecken gilt. Das kann dann schon Mal (in relativ gemäßigter Variante) so aussehen:

Filmbild mit Werbung
Wer will schon den Film sehen…

Bleibt nur die Hoffnung, dass man solche seltsamen Geschichten irgendwann seinen Enkeln erzählen kann – als skurrile Epoche der Fernsehgeschichte. So wie damals die Nationalhymne und das Testbild bei Sendeschluss nach Mitternacht.

Wie gut, dass es noch die dritten Programme gibt. Da kommen Filme teilweise sogar noch mit Abspann!

Eine Antwort auf „Privatfernsehen: Wir lieben es, dich zu nerven“

  1. Das Fernsehen wie wir es kennen, ist in meinen Augen sowieso ein Auslaufmodell und zum scheitern verurteilt.

    Amazon, Netflix und im Premium Bezahlfernsehen Sky zeigen wie es geht. Egal was ich will und zu welcher Uhrzeit ich es will, ist sofort ohne Werbung verfügbar. Das Fernsehen richtet sich damit nach mir.

    Das ist die Zukunft – die schon begonnen hat 😉

    Grüßle

    Kai

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