GEO Heftregister 1976 bis heute

Seit mehr als 40 Jahren wurden inzwischen knapp 500 Ausgaben des GEO-Magazins herausgegeben. Dabei wurden geschätzt rund 3000 Artikel veröffentlicht. Viele dieser Artikel sind echte Perlen: Reinhold Messner schrieb z.B. in Ausgabe 7/1978 über die Erstbesteigung des Mount Everest ohne Sauerstoff. Ausgabe 12/1985 enthielt den Bericht über die Entdeckung der Titanic durch Robert D. Ballard.

Viele GEO-Magazine landen aufgrund der Qualität der Artikel nicht im Müll sondern in Archiven, Schulen oder Bibliotheken. Leider ist es aufgrund der Menge der Artikel nicht ganz einfach, einen Überblick zu behalten, in welcher Ausgabe diese zu finden sind.

Offizielle Suchfunktionen für Sammler unbrauchbar

Auf der GEO-Website gibt es natürlich eine Suchfunktion. Diese benutzt jedoch keine gepflegte Datenbank sondern lässt Google in der eigenen Internetpräsenz suchen. Die ältesten Suchergebnisse, die man hier findet, scheinen weniger als 20 Jahre alt zu sein. Hier fehlen also Suchergebnisse von mehr als 20 Jahren!

Die neue GEO-App soll – laut offizieller Bewerbung – eine „Volltextsuche über alle Ausgaben und Artikel“ enthalten. Das ist aber nur dann korrekt, wenn man zwischen September 2016 und heute sucht. Hier fehlen also Suchergebnisse von rund 40 Jahren!

Was also tun? – Hilf Dir selbst…

Anlässlich des 20jährigen Jubiläums von GEO wurde ein GEO-Register für die Jahre 1976 bis 1996 auf 4 Disketten veröffentlicht. Ich hatte vor etlichen Jahren das Glück, über ebay einen Satz dieser Disketten zu erwerben. Leider ist das Programm unter Windows 7 bzw. Windows 10 nicht mehr lauffähig. Glücklicherweise funktioniert die Software auf Ubuntu mit Wine noch einwandfrei.

Damit sind also die ersten 20 Jahre abgedeckt. Benutzt man zusätzlich die Suchfunktion der Website verbleibt noch eine Lücke von etwa 4 Jahren (1997 – 2001), die man wohl nur durch Eigeninitiative schließen kann. Im Moment baue ich mir hier eine Datenbank auf, die ich auf meinen webOS-Geräten ansprechen und durchsuchen kann. Schicker wäre es natürlich, wenn es eine Lösung an einem Ort geben würde.

…und schreibe an GEO

Selbstverständlich habe ich bereits dreimal an GEO geschrieben und darum gebeten, ein neues Komplettregister zu veröffentlichen. Die Reaktion war in allen Fällen die gleiche: es gab keine…

Vielleicht tut sich etwas, wenn viele Leser sich melden. Wenn Sie hier gelandet sind, weil Sie ein GEO-Register gesucht haben, dann schreiben Sie bitte an GEO. Vielleicht schaffen wir es ja gemeinsam ;-)

7 Antworten auf „GEO Heftregister 1976 bis heute“

    1. Das ist schon rein logistisch gar nicht so einfach. Wenn ich richtig rechne, müssten das, grob überschlagen, rund 120 kg Lesestoff sein.

      Meine Empfehlung wäre, Büchereien oder Schulen in der unmittelbaren Umgebung zu kontaktieren. Ich hoffe Sie finden auf diesem Weg einen Interessenten, so dass die komplette Sammlung erhalten bleibt.

      Sollte die Sammlung tatsächlich unvermittelbar und eine Müllentsorgung geplant sein – was ich extrem bedauern würde – hätte ich ggf. Interesse an wenigen einzelnen Ausgaben, die mir noch fehlen oder durch Verleihen abhanden gekommen sind.

  1. Die Frage ist, ob es tatsächlich einen Bedarf gibt. Man hat mir von Geo in 2012 gesagt, dass es tatsächlch noch ca. 6500 Abonenten der ersten Stunde gibt. Sind die alle an einem Register interessiert? Wenn ja könnte man sich ja Wikipediaähnlich zusammen tun: Jeder Indexiert ei Heft – und schon ist der Index da.

    1. Wenn man das als kollektive Arbeit hinbekommen würde, wäre das natürlich super. Vermutlich hat mein Blog aber einfach eine zu geringe Reichweite. Bislang arbeite ich alleine – entsprechend langsam komme ich voran …

      1. Hallo,
        ich bin gerade dabei meine Geo-Hefte zu sichten.
        Ich wollte sie eigentlich weitergeben/verschenken.
        Beim Durchblättern habe ich aber schnell erkannt, das viele Themen zeitlos sind und einen hohen Bildungslevel haben.
        Deshalb mein Vorschlag zu euren Kommentaren.
        Als alter Dokumenteur würde ich gerne an der Datenerfassung von diversen Heften mitzuwirken, um zu einer kompletten Indexierung zu kommen.
        Voraussetzung wäre natürlich eine solide Software für die Erstellung der Datensätze.
        Über eine Antwort würde ich mich freuen.
        Wolf-Ulrich Krause

        1. Hallo,

          als ich dieses Projekt vor knapp zwei Jahren begonnen habe, ging mir auch durch den Kopf, wie man eine Basis schaffen kann, die für möglichst viele Betriebssysteme nutzbar ist. Dabei habe ich vor allem an mobile Systeme für Smartphones und Tablets gedacht, weil man diese in der Regel schnell greifbar hat, wenn man einen bestimmten Artikel sucht.

          Meine Wahl fiel schließlich auf eine SQLite-Datenbank. Die bisherigen Daten liegen daher in einer db-Datei. Ein weiterer Vorteil dieses Formats ist, dass man Datensätze problemlos über csv-Dateien ex- und importieren kann.
          Sollte man mit SQLite nicht vertraut sein, kann man daher auch gerne mit Microsoft Excel oder LibreOffice/OpenOffice Calc Daten einsehen oder pflegen.

          Für die Nutzung der Datenbank kann ich aber weiterhin nur eine App für webOS-Geräte anbieten – das sind weiterhin meine Mobilgeräte der Wahl.
          In der Regel lassen sich die oben beschriebenen Excel-Dateien aber auch auf Android- oder iOS-Geräten nutzen.

          Bei Interesse zum Mitwirken, kann ich gerne meinen aktuellen Stand liefern. Der ist aber zugegebenermaßen nicht besonders beeindruckend: Im Schnitt habe ich seit Beginn nur etwas mehr als 1 Heft pro Monat erfassen können …

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